Ein Werkstoff, der völlig neue Formen entstehen lässt

An den glatten Weiden haben sich viele etwas sattgesehen, hier ist ein neuer Werkstoff, der viel mehr Reiz hat: Rebgerten. Das sind die  langen Triebe der Rebe, die meist im dichten Blattwerk verborgen sind und erst im Herbst zum Vorschein kommen. Genau hier setzen wir an, denn eben dieser lange, elastische Trieb lässt sich wunderbar schlingend verarbeiten - zu frei geformten Schalen, Kugeln oder freien Objekten.

Ein Werkstoff für grosse Aufgaben

Der Rebgertentrieb ist im Handel noch nicht erhältlich, das macht ihn für professionelle Gestalter und Floristen so interessant. Auch was die Formen anbelangt ist mit diesem Werkstoff sehr viel mehr möglich, als mit den glatten Weiden. Rebgerten sind etwas sperrig, weshalb sich beim Verarbeiten grössere Rundungen ergeben. Das Resultat: Es können in viel kürzerer Zeit wesentlich grössere Gestaltungen geformt werden, die zudem einiges stabiler sind.

Spannend gewachsen

Die Rebgerte weist einen interessanteren Wuchs auf als die Weide. Sie beschreibt einen sanften Zick-Zack-Bogen, entsprechend lebendig werden dann die Formen. Auch was das Technische angeht, arbeitet man mit ganz besonderen Tricks, die dem Laien nicht bekannt sind, was die Sache natürlich grad noch einmal spannender macht.

Meisterliche Objekte und Formen

Die beiden AoF-Meisterfloristinnen Claudia Pagitz-Burchia und Svetlana Rossol besuchten ergänzend zu ihrer Meisterausbildung an der ACADEMY of FLOWERDESIGN / AoF das  Rebgertenseminar bei Angela Schäck und waren von diesem Werkstoff so fasziniert, dass sie mehrere ihrer Floristmeisterarbeiten auf der Basis von Rebgerten schufen.

Bei der grossen Ausstellung der Meisterarbeiten in Innsbruck standen denn auch viele Fachleute staunend vor ihren Werken und fragten sich, wie es nur möglich ist, solch einzigartige Hohlkörper entstehen zu lassen.

Selber mit Rebgerten gestalten

Tja, wie das geht, kann man lernen: an unserem Rebgerten-Seminar vom Dienstag 6. März 2018. Auch interessiert diese neuen Techniken und Formmöglichkeiten kennen zu lernen?

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